P.O.B. 186 9100101, Gerusalemme (Israele)

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    Hören wir auf die Stimme der Unschuldigen!                                                                                                                                                                                                                                       

    Liebe Freundinnen und Freunde! 

    Der Evangelist Lukas berichtet, dass Maria und Josef zur Volkszählung nach Bethlehem gehen mussten. Da in keiner Herberge Platz für sie war, mussten sie sich zurechtfinden und fanden Unterschlupf in einer Höhle, wie sie auch die Hirten benutzten. So haben sie etwas Privatsphäre und Maria kann das Jesuskind zur Welt bringen, das in Windeln gewickelt in die Krippe gelegt wird (vgl. Lk 2). Es scheint fast eine Prophezeiung zu sein, dass dieses Kind, das groß geworden ist, unsere Nahrung werden wird, aber auch, dass dieses Kind, das erwachsen geworden ist, wieder eilig in Windeln und dann in ein Leinentuch gewickelt und in eine ganz andere Höhle gelegt wird, nämlich in das Grab. 

    Auch wenn uns die Weihnachtsgeschichte und ihre Darstellung in der Krippe mit Sanftmut und Poesie erfüllt, war die Realität zur Zeit der Geburt Jesu sehr schwierig. Rom beherrschte gewaltsam die gesamte Mittelmeerwelt. In Judäa, einem kleinen Teil des großen Imperiums, herrschte Herodes. Ein König, der so sehr an seiner Macht hing, dass er sogar seine eigenen Söhne beseitigte, um keine Rivalen zu haben. Ein König, der ein neugeborenes Kind fürchtet, weil es in den Prophezeiungen als möglicher König und Messias bezeichnet wird. Ein König, der so weit geht, ein präventives Massaker zu veranstalten, indem er alle Kinder im Alter von bis zu zwei Jahren in der Gegend von Bethlehem töten lässt (Mt 2,16), um das Risiko zu vermeiden, dass eines von ihnen, wenn es erwachsen ist, seine Macht und sein Reich an sich reißen könnte. 

    An diesem Weihnachtsfest, das immer noch von der Dunkelheit des Hasses und des Krieges überschattet ist, das immer noch vom Virus der menschlichen Gleichgültigkeit infiziert ist, das immer noch vom Blut zu vieler unschuldiger Menschen, die getötet wurden, befleckt ist, knien wir vor der Krippe nieder, in die Maria das Jesuskind gelegt hat, und nehmen die Einladung an, die Papst Franziskus an Weihnachten 2023 an die ganze Welt gerichtet hat: „Zum Fürst des Friedens „Ja“ zu sagen, bedeutet, „Nein“ zum Krieg zu sagen - und zwar mit Mut: Nein sagen zum Krieg, zu jedem Krieg, zur Logik des Krieges selbst, der eine Reise ohne Ziel, eine Niederlage ohne Sieger und ein Wahnsinn ist, für den es keine Entschuldigung gibt. 

    Von der Krippe aus bittet uns das Kind, die Stimme der Stimmlosen zu sein: die Stimme der Unschuldigen“ (Botschaft Urbi et Orbi, 25.12.2023).

    Vergessen wir das nicht, wenn wir uns die Hände reichen und Weihnachtsgrüße austauschen. 

    Frohe Wei nachten aus Bethlehem.


    Hora Sancta

    Wir sind Söhne des hl. Franziskus und hüten durch Gottes Willen einen der Orte, die Jesus am meisten geliebt hat: den Garten, der GETSEMANI genannt wird. Es ist ein einzigartiger Ort auf der Welt, wo der Herr sein Ja für immer bekundet. Es ist die Bereitschaft, sich auf etwas einzulassen, worauf sich nie jemmand eingelassen hat, wo man ins Dunkel versinkt, in den letzten Kampf gegen den Tod, aus dem die Menschheit stets als Verlierer hervorging.

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