"Denn
unser Kampf ist nicht gegen Geschöpfe aus Blut und Fleisch
- sagt uns der heilige Paulus - sondern gegen die Fürstentümer und Gewalten,
gegen das Gute und das Böse" (vgl. Eph 6,12-13).
Es
ist normal, dass jeder von uns durch Bilder und Medienberichte am Leid der
Menschen und an dem, was in diesem bereits gemarterten Land geschieht, teilhat.
Das ist schrecklich und irrational. Wir finden ein Licht in Gottes Wort: "Wenn
ein Glied leidet, leiden alle Glieder zusammen, wenn ein Glied geehrt wird,
freuen sich alle Glieder mit ihm" (1 Kor 12,26). Wie
wahr sind diese Worte! Aber wenn wir einerseits mit den Leidenden leiden,
ebenso mit dem Angebot kleiner und konkreter Treue der Liebe, können wir Trost
sein, eine 'Liebkosung', die den Trauernden Erleichterung gibt.
All
dies, so denken wir, kann als eine tiefe Gemeinschaft leben und "unser
Leben zu einem Opfer für den lebendigen Gott machen" (vgl. Röm 12,1)
betrachtet werden. Das Geheimnis dieser einfachen Einladung ist genau das: Wir
alle können denen, die in der Prüfung sind, mit unserem konkreten Gebet helfen,
und Gott, der weiß und sieht, spendet auf geheimnisvolle Weise das Gute, das
wirklich Trost für die "leidenden Glieder dieser verwundeten
Menschheit" ist.
Anstatt
uns auf die eine oder andere Seite zu stellen, wollen wir versuchen zu sehen,
wie tief Gott leidet, wenn er seine Kinder nach seinem Bild gemacht sieht, die
sich gegenseitig angreifen, einander hassen und die Talente nutzen, die er
ihnen gab, um einander zu verletzen, Kinder nach seinem Bild, aber nicht mehr
wie er.
Von
diesem heiligen Ort aus, an dem der Sohn Gottes gekämpft hat, um 'mit seinem
Blut, Menschen aller Stämme, Sprachen, Völker und Nationen' zu retten (vgl.
Offb 5,9), laden wir euch ein, mit uns auf diesen Felsen zu knien, neben
unserem Herrn Jesus Christus, wahrer König des Friedens, und zu Gott, dem
Vater, ein eindringliches Gebet erheben, um seine Hilfe und sein Eingreifen zu
erflehen, nur er hat die Macht, das Böse zu stoppen und zu beherrschen, dass
die ganze Menschheit zerstören will. Wir Christen, Glieder Christi, haben die
große Verantwortung, gemeinsam mit der aller seligsten Jungfrau Maria, der
Königin des Friedens, bei Gott für das Heil der ganzen Welt einzutreten.
Wir sind Söhne des hl. Franziskus und hüten durch Gottes Willen einen der Orte, die Jesus am meisten geliebt hat: den Garten, der GETSEMANI genannt wird. Es ist ein einzigartiger Ort auf der Welt, wo der Herr sein Ja für immer bekundet. Es ist die Bereitschaft, sich auf etwas einzulassen, worauf sich nie jemmand eingelassen hat,
wo man ins Dunkel versinkt, in den letzten Kampf gegen den Tod, aus dem die Menschheit stets als Verlierer hervorging.